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Teil 2 - So setzen Sie Marketing Automation mit Drupal um

Landingpages als Basis für eine individualisierbare "Digital Customer Journey"
28.06.2017 - 15:00 von Manuel Pistner

Im letzten Blogpost "Voraussetzungen für Marketing Automation mit Drupal" haben wir über die Voraussetzungen und das Vorgehen zur Marketing Automation, unter anderem mit Drupal, gesprochen. Jetzt wird es konkret und ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie diese individualisierbare "Digital Customer Journey" mit Drupal umsetzen.

Der Weg führt über Landingpages. Landingpages, die einen Kunden individuell mit Content und ggf. Informationen zu einem Produkt, das den Bedarf des Kunden erfüllt, ansprechen. 

 

Flexibler Content mit Panels und Paragraphs

 

Mit Panels, Paragraphs, dem Media Modul, Views und Blöcken können Sie sich schnell und einfach eigene und individuelle Landingpages erstellen. Dazu muss Drupal einmal so konfiguriert werden, dass die Module zu diesem Zweck optimal zusammenspielen und durch eine gute Usability dem Marketier das Leben nicht erschweren, sondern erleichtern.

(So kennen Sie Drupal noch gar nicht? Sprechen Sie uns gerne für eine persönliche Demo an, die Ihnen zeigt, wie gut sich Drupal zur Content-Pflege nutzen lässt, wenn die richtigen Module richtig miteinander eingesetzt werden.)

Diese(r) soll sich schließlich nicht auf Drupal, sondern auf seine Kunden konzentrieren. Mit Panels können Sie sogenannte Panes (oder auch Content Elemente genannt) erstellen, die entweder einheitlichen oder personalisierten Content darstellen oder Views, Formulare etc. als Element zur Verfügung stellen.

 

Denken Sie in Content Elementen!

Denken Sie bitte nicht mehr in einzelnen Seiten, die Sie mit Drupal aufbauen, sondern in Content Elementen oder Content Modulen. Dies hat einen gravierenden Vorteil: Sie entwickeln einmal Content Elemente (Teaser, Galerien, Slider, Kontaktformulare etc.) und haben damit volle Flexibilität beim Aufbau einzelner Seiten, indem Sie Content Elemente beliebig anordnen können und müssen damit nicht jedes Mal das Entwicklerteam nach einem neuen Deployment fragen.


Unsere Landingpages, die uns als Drupal Agentur oder unsere Leistungen als Agentur für App-Entwicklung vorstellen, sind so aufgebaut. Einzelne Abschnitte, die jeweils einen klaren Fokus haben. Die Landingpages sind zwar mit einer Art "Headless Drupal" mit Inhalt befüllt, mit den Hausmitteln von Drupal ist das jedoch genauso möglich – wir wollten hier nur mal etwas mit Headless Drupal experimentieren, auch davon berichten wir noch in unserem Blog.

 

"Rules" für klare Regeln

Mit dem Rules Modul können Sie mit einer Event-Condition-Action Regel dafür sorgen, dass die Profile Ihrer Kunden während der Nutzung Ihrer Seite zunehmend angereichert werden. Egal ob Sie Ihr CRM in Drupal selbst aufbauen (CRM Module dazu finden Sie im vorherigen Blogpost), Salesforce, SAP CRM, Agile CRM oder ein anderes CRM mit Webservices einsetzen - mit Rules können Sie Regeln erstellen, um Ihre Kundenprofile mit Informationen bzgl. der Interessen anzureichern. Wir empfehlen dabei, den jeweiligen Content zunächst mit Tags zu versehen, um diesen Content einer Zielgruppe und einem Interessengebiet zuzuordnen.

Einfach gesprochen nutzen Sie Rules dann wie folgt:

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Event: Content wird angesehen
Bedingung: Nutzer ist per Cookie oder im CRM bekannt (diese Condition muss meist über ein individuelles Modul, das sich mit Ihrem CRM integriert, bereitgestellt werden)
Action als Rules Componente: Übertrage die Tags des angesehenen Artikels als Attribut am Kontakt in Ihrem CRM.

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Somit haben Sie einen Interessenten identifiziert und wissen im CRM, welche Interessen er / sie hat und welcher Zielgruppe die Person zugeordnet ist. Das ist die Basis, um die Person mit weiteren individuell zugeschnittenen Inhalten zu bedienen, bis sie weiteres Interesse bekundet (Step 2 AIDA Prinzip: Interesse).

 

Content, der Lust zum Kauf macht

Nun können Sie in Ihrem CRM eine Email-Kampagne starten, die alle Interessenten einer über Ihr Content Marketing prall gefüllten Zielgruppe (nehmen wir einmal Taschen als Beispiel) mit neuem, individuellen Content versorgt. Der Content teasert dabei Content oder Produkte aus Ihrem Online Shop an.

Bevor es jedoch zur reinen Produktseite geht, wird dem Nutzer ein Video gezeigt. Ein Video, das zeigt, wie gut sich die zuvor angesehene Tasche tragen lässt. Klickt sich der Kunden weiter durch den Content, kann er durch einen Call-to-Action die Tasche in den Warenkorb legen (Step 3 im Kaufprozess: Desire).

 

Beeinflussen Sie den Kaufprozess

Dann erwarten wir den Checkout (Step 4: Action). Sollte dieser nicht erfolgreich beendet werden, ist der Kunde ggf. noch nicht ganz vom Produkt oder vom Preis überzeugt oder Ihre später ausgewiesenen Versandkosten sind zu hoch – Sie sehen, bereits hier erhalten Sie wertvolle Informationen, die Sie zur Entwicklung Ihres Angebots und zur Überzeugung Ihrer Kunden nutzen können.

Auch dann erhält die Personen ein Tag, z.B. als "Warenkorb Abbrecher" kombiniert mit bestimmten Interessen. Zeit für einen Gutschein, um auch diese Hürde des Preises noch zu nehmen. Über das Verhalten im Shop erhalten Sie nicht nur Informationen über die Interessen, sondern auch über den aktuellen Status im Kaufprozess.

 

 

"Rules" als Dreh- und Angelpunkt

Das Modul "Rules" ist der Dreh-und Angelpunkt in Drupal, um Aktionen folgend auf bestimmte Events in Drupal auszuführen. So wird "Content und Commerce" durch ein Framework an regelbasierten Aktionen und einer Integration mit Drittsystemen zur Realität. 

Die zuvor beschriebenen Content-Elemente wie Views, Panels, Blöcke, Formulare etc. können Sie verwenden, um individualisierte Inhalte auszuspielen. Das machen wir wie folgt:

Zunächst erstellen Sie View Modes für Teaser mit dem Modul "Display Suite" für alle Inhaltstypen, die Sie individuell für eine Zielgruppe und für bestimmte Interessen (in Folge spreche ich nur noch von "Attributen") anteasern möchten.
Nun können Sie Inhalte aus diesen Inhaltstypen erstellen und die Attribute am Node, z.B. als Tags, hinterlegen. Darüber weiß Drupal, für welche Person mit welchen Attributen der Inhalt angezeigt werden soll.

Wir haben eine Rules Action erstellt, die immer dann, wenn ein Inhalt von einem Nutzer angeschaut wird, dessen Attribute aus Drupal (oder dem integrierten CRM) ausliest und dann die Teaser der Inhaltselemente im Panel anzeigt, die mit den Attributen des Nutzers übereinstimmen.

 

B2One effizient gestalten

Mit dem Drupal Framework aus Content, Panels, Rules und Views haben Sie ein mächtiges Werkzeug an der Hand, um schnell neue Landingpages, individuell ausgerichtet auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe, zu erstellen und schaffen für Ihre Kunden eine individuelle "Digital Customer Journey".

Wenn Sie Interesse daran haben, mehr über Drupal Use-Cases; die Integrationsfähigkeit von Drupal mit Enterprise Systemen wie Salesforce und SAP; die Flexibilität und die Einsatzmöglichkeiten im Digital Marketing oder "Content und Commerce" mit Drupal zu erfahren, sprechen Sie uns gerne an. Erste Tipps und ein persönliches, unverbindliches Kennenlernen sind natürlich kostenlos.


Ich freue mich auf unser Gespräch!

Herzliche Grüße
Manuel Pistner

 

 

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