MVP – Das Minimum Viable Product

    MVP

    Ein MVP kann Ihnen Zeit, Budget und viele Nerven sparen – und Sie Ihrer Zielgruppe näher bringen. Was zeichnet ein erfolgsversprechendes „Minimal Viable Product“ aus – und was ist das überhaupt?

    Vielleicht fragen Sie sich: Lohnt es sich, Geld, Zeit und Ressourcen in die Entwicklung und anschließende Vermarktung eines Produkts bzw Services zu investieren?

    Oftmals geht es um eine neue App, einen Online-Shop oder zusätzliche Funktionen in einer Software, die dabei helfen sollen, Umsatzziele zu erreichen oder zu steigern.

    Eine Idee zur Umsatzsteigerung oder besseren Lead Generierung ist geboren; ein Projektteam damit betraut und nun wird fleißig der Anforderungskatalog niedergeschrieben – die Zielgruppe wurde in den wenigsten Fällen umfassend und über Fragebogen hinaus zu der neuen Idee befragt. Die Investition wird also eher wackelig auf Annahmen statt umfassenden, vielseitigen Daten getätigt.

    Sie merken schon: Was Sie – oder besser: Ihre Kunden – wirklich brauchen, sind Personen, die das geplante Produkt oder die geplante App und ihre Funktionen in der Praxis unter realen Bedingungen testen und Ihnen ausführliches Feedback geben – und zwar ohne hohe Investitionen in eine ausführliche Entwicklung, die schlimmstenfalls nach ersten Tests abgelehnt wird.

    Und das ermöglicht Ihnen ein Minimum Viable Product.

    Was ist ein MVP? Eine MVP Definition

    Ein Minimum Viable Product ist eine Produktentwicklungsstufe, die mit den geringsten Investitionen konzipiert und umgesetzt wurde. Anschließend wird dieses in sich fertige Vor-Produkt interessierten Personen bzw der Zielgruppe präsentiert. Dieser kleine, ausgewählte Personenkreis kann das Produkt nutzen, testen und Ihnen mitteilen, welche Funktionen begeistern, was noch verbessert werden muss und was besser weggelassen werden sollte.

    Im Idealfall sind diese Personen Early Adopters. Early Adopters sind begeisterte Nutzer:innen, die bereit sind, sich mit Ihrem Vor-Produkt trotz möglicher Mängel auseinanderzusetzen und Ihnen relevantes und konstruktives Feedback zu geben.

    Early Adopters sind die am besten qualifizierten Feedbackquellen.

    Sie wissen höchstwahrscheinlich viel über die Branche und Mitbewerber Ihres Produkts und werden Ihnen offen und ehrlich sagen, wie Sie Ihr Produkt verbessern können.

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    Vom Konzept zum Erfolg

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    Die MVP Entwicklung

    Es gibt im Grunde zwei Möglichkeiten, wie Sie mit Minimum Viable Products scheitern können:

    1. Wenn Sie zu wenig zusätzlichen Mehrwert vermitteln, führt es dazu, dass die Zielgruppe das Produkt komplett fallen lässt, obwohl es wertvolle und gewünschte Funktionen beinhaltet.
    2. Wenn Sie mit Ihrem Team zu viele Funktionen, Möglichkeiten und Spielereien in einen einzigen MVP packen, die sich als nicht problemlösend erweisen und am eigentlichen Nutzerbedürfnis vorbeischießen.

    In beiden Fällen ist das Ergebnis für Sie ungünstig: Gescheiterte Projekte, entgangene Gewinne und teure Lektionen.

    Je größer das Projekt ist, desto komplexer und umfangreicher werden natürlich die einzelnen Entwicklungsstufen und Test-Möglichkeiten.

    Wie können Sie also diese Lernkurve über die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe weniger steil und für beide Seiten vorteilhafter gestalten?

    Es gibt verschiedene Phasen, die Sie durchlaufen sollten, um ein erfolgreiches Minimum Viable Product zu entwickeln. MVPs können in jeder Branche entwickelt werden. Und jeder kann von dieser gestaffelten Markteinführung profitieren.

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    MVPs in der Software-Entwicklung

    In der agilen Softwareentwicklung ist der MVP ein technisches Produkt in der Mitte des Zyklus, das von den Zielanwender:innen nach der ersten Markteinführung mit „bestanden“ bis „summa cum laude“ bewertet wird.

    Ihre Aufgabe ist es, auf dem von der Zielgruppe akzeptierten MVP aufzubauen und das Feedback der Benutzer so einzubeziehen, dass sich die Essenz aus den besten Funktionen herausbildet und gleichzeitig das Risiko für die Unternehmensressourcen minimiert wird.

    MVPs sind ein Herzstück agiler Projekte, deren Grundidee darin besteht, in kurzen Sprints schrittweise zu arbeiten und künftige Maßnahmen auf der Grundlage unmittelbaren und relevanten Feedbacks zu ergreifen.

    Kurz gesagt: Die Arbeit mit einem MVP ist ein Trial-and-Error-Prozess, um die Risiken der Produktentwicklung zu minimieren.

     

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    Der MVP ist zum Beispiel eine E-Commerce-Website mit begrenzten Warenkorbfunktionen, der nach und nach alle Verbesserungen und Vorteile hinzugefügt werden, sobald Sie Daten aus dem Benutzerfeedback sammeln und analysieren können.

    Etliche Softwareprojekte werden heute nach dem MVP-Konzept entwickelt, um von der Nutzerforschung, den Tests und dem effizienten Kostenmanagement zu profitieren.

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    Wie Sie einen erfolgreichen MVP erstellen

    Es gibt mehrere Phasen mit spezifischen Maßnahmen, die Sie ergreifen müssen, um sicherzustellen, dass die erste Produktfreigabe gut ankommt.

    Wir fassen die 4 wichtigsten zusammen:

    1. Identifizieren Sie das spezifische Problem, das Sie für Ihre Zielgruppe zu lösen versuchen.

    Gute Lösungen beziehen sich auf klar definierte Probleme oder Fragen. Zuallererst müssen Sie genau verstehen, wer Ihre Buyer Persona ist, welches spezifische Problem sie lösen will und wie Ihr Produkt dieses Problem lösen wird.

    Je genauer Sie wissen, wer Ihre Zielkunden sind, welche Bedürfnisse sie haben und warum sie Ihr Produkt einem anderen vorziehen würden, desto besser ist das Ergebnis dieser ersten Phase der MVP-Entwicklung.

    2. Alleinstellungsmerkmal: Bewerten Sie die einzigartigen Eigenschaften Ihres Produkts.

    Es ist davon auszugehen, dass Sie nicht das einzige Unternehmen sind, das versucht, das spezifische Problem für Ihre Buyer Persona zu lösen. Daher sollten Sie eine Konkurrenzanalyse durchführen und verstehen, wie Ihre Konkurrenz die Probleme der Zielnutzer:innen lösen, teilweise lösen oder nicht lösen.

    Dies ist Ihr Spielraum, um zu manövrieren und Ihren Kunden einen größeren Mehrwert zu bieten.

    Die Summe dieser Phasen bildet die Grundlage für die Erstellung von Projektzielen und Meilensteinen.

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    3. Erstellen Sie Benutzerabläufe, Ziele, Wireframes und Prototypen.

    Es ist nicht notwendig, sich in dieser Phase viele Gedanken über ein schickes, finales Produktdesign zu machen. Aber Sie müssen sich Gedanken über die Ziele und Erwartungen der Nutzer:innen machen und darüber, wie Sie diese zum Ziel (Lösung der Fragen oder Probleme) führen können.

    Wenn Sie eine Website erstellen, müssen Sie natürlich Wireframes entwerfen – die visuelle Darstellung der strukturierten User Journey auf einem Bildschirm. Wireframes definieren das UI (User Interface). Wireframes werden in dieser Phase getestet, iteriert und verbessert, um sicherzustellen, dass die von Ihnen erstellten Funktionen und ihre Darstellung die Erwartungen der Zielgruppe erfüllen.

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    4. Feature-Analyse.

    Wenn Sie sich die Apps auf Ihrem Handy genau ansehen, werden Sie feststellen, dass Sie selten alle Funktionen einer App nutzen.

    Die meisten Menschen beschränken sich auf eine oder mehrere Hauptfunktionen. Funktionen, die zweitrangig sind, sind zwar nett, aber oft nicht entscheidend für die Leistung der App.

    Für einen kosteneffizienten MVP müssen Sie also an Folgendem arbeiten:

    • Kritische und faktenbasierte Priorisierung der Funktionen.
    • Alpha-Testing, also frühstmögliches Testen im internen oder sehr engen Personenkreis.

    Alle Funktionen werden in dieser Phase der Produktentwicklung mehrfach getestet, u. a. auf Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit, Leistung und Schnittstellenperformance.

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    Beta-Tests werden in der Regel dann mit einem breiteren Zielpublikum durchgeführt. Als Faustregel gilt, dass im Grunde nur Alpha-Tests als echter Teil der MVP-Entwicklung gelten.

    Die Entwicklung ist dann abgeschlossen, wenn Sie sichergestellt haben, dass Sie ein Produkt veröffentlichen können, das einen größeren Teil Ihrer Zielgruppe erreicht und dieser Mehrwert bietet.

    In den nächsten Phasen iterieren Sie das Produkt, um seinen Wert zu steigern oder Funktionen, die sich nicht bewährt haben, zu verwerfen.

    Es ist durchaus möglich, dass ein MVP die Veröffentlichungsphase nicht erreicht und einfach ausbrennt, weil die Tests nicht die erwarteten Ergebnisse oder Rückmeldungen gebracht haben.

    Die Chancen, mit einem neuen Produkt richtig zu begeistern, steigen, wenn Sie mit MVPs arbeiten. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis für Ihr Unternehmen ist dabei ein ausschlaggebender Faktor.

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    Der offensichtlichste Vorteil von Minimum Viable Products ist also der gesteigerte Mehrwert, den Sie der Zielgruppe bieten und der den Erfolg des Produkts garantiert – ohne irrationale, rein auf Annahmen basierende Investitionen zu tätigen.
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