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Job und Leistungssport - hier ist es möglich

Nico Sonnenberg beim Hindernislauf_Foto Kiefner
19.05.2017 - 11:38 von Nico Sonnenberg

Sieg für Nico Sonnenberg beim Merck Firmenlauf 2017 über 5kmDrei Mal in Folge hat unser Mitarbeiter Nico Sonnenberg nun den Darmstädter Firmenlauf gewonnen. Auch in diesem Jahr erst die 5km und direkt im Anschluss die 10 km. Grund für Skepsis, was seine Tätigkeit bei Bright Solutions angeht. Häufig werden wir angesprochen: „Jetzt mal unter uns, Nico läuft doch nur für euch. Arbeitet der wirklich – also so richtig normal – bei euch?“

Und die Antwort lautet: Ja. Nico arbeitet bereits seit 2015 bei Bright Solutions und ist im Sales tätig. Seit 2008 betreibt er aber auch das Laufen als Leistungssport bei der Eintracht Frankfurt (Bestzeit 5000m - 13:55,65 und Halbmarathon in 64:46).

Seit fast zwei Jahren kombiniert Nico nun den Vollzeitjob bei Bright Solutions in einer Position, die viele persönliche Meetings und eine gute Erreichbarkeit erfordert, mit mindestens 14 Trainingseinheiten pro Woche.

Da wir aus eigener Erfahrung wissen, dass viele Sportler auf diesem Niveau nach dem Studium oder einer begrenzten Zeit in der Sportfördergruppe der Bundeswehr ihren Sport gezwungenermaßen an den Nagel hängen müssen, möchten wir hier berichten, wie es gelingt, beide Welten zu kombinieren.

Leistungssportler als Mitarbeiter: Wie kam es dazu?

Manuel Pistner – ehemaliger Leistungssportler in der Sportart KarateManuel Pistner, Gründer und Geschäftsführer von Bright Solutions, ist selbst ehemaliger Leistungssportler und war jahrelang Mitglied der deutschen Karate Nationalmannschaft. Studium und Leistungssport konnte er wie viele Sportler gut kombinieren. Da man von Karate – wie von so vielen Randsportarten – nicht langfristig leben kann, stand er vor der Frage: Karate oder berufliche Karriere? Da er keine Möglichkeit fand, beides in gleichem Maße voranzutreiben, entschied er sich für den Berufseinstieg und beendete seine sportliche Laufbahn.

Manuel Pistner: "Ich finde es schade, dass Sportler diese Entscheidung in Deutschland häufig schon so früh treffen müssen. In vielen Sportarten ist man doch mit Mitte/Ende 20 erst auf dem Höhepunkt seiner Leitungsfähigkeit und verfügt über die nötige internationale Erfahrung, um ganz Oben mitmischen zu können. Ich hätte mir gewünscht, meine Karriere in einem tollen Job beginnen und weiterhin meinen Sport auf diesem Niveau ausüben zu können."

Vor diesem Hintergrund war Manuel gerne bereit, Nico diese Möglichkeit bei Bright Solutions zu bieten, als auch er diese Entscheidung treffen musste. Beide waren sich einig, dass es funktionieren kann, aber alle Beteiligten auch einiges investieren müssen.

Wie man einen Vollzeitjob mit viel Verantwortung und Kundenkontakt mit Leistungssport kombinieren kann, erfahren Sie in dem Bericht von Nico Sonnenberg:

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Vollzeitjob und Leistungssport

 

Nico Sonnenberg im WettkampfIn Deutschland ist es sehr schwer, sportliche Höchstleistungen an der Schwelle zum Profisport in Kombination mit einer geregelten Arbeitsstelle zu kombinieren. Meist lassen feste Arbeitszeiten und strikte Arbeitsabläufe ein geregeltes Training mit 14 Einheiten in der Woche und mehr nicht zu. Daher stellt sich für sehr viele Leistungssportler am Ende des Studiums mit Anfang bis Mitte 20 die Frage, ob es überhaupt möglich ist, den Sport weiter professionell zu betreiben. Entweder man hat es zu dieser Zeit geschafft und kann von den sportlichen Erfolgen leben, was außer im Fußball oftmals nur schwer möglich ist, oder man muss sich eigentlich zwangsläufig für das Ende seiner sportlichen Laufbahn auf diesem Niveau entscheiden.


Allerdings gibt es auch ein paar wenige Unternehmen wie Bright Solutions, welche Sportler auf dem Weg in einen beruflichen Einstieg auch neben dem Sport unterstützen. In diesem Beitrag möchte ich zeigen, wie das in meinem Fall gelingt.


30 Stunden-Woche zur Eingewöhnung

Als ich zu Bright Solutions kam, habe ich mit einer 30 Stunden-Woche begonnen, um mich an die Doppelbelastung von Beruf und Sport zu gewöhnen. Mittlerweile schaffe ich es sogar, aufgrund von einer guten Planung und einer guten Abstimmung mit dem gesamten Team, eine geregelte 40 Stunden-Woche zu absolvieren.
Aufgrund von flexiblen Arbeitszeiten, welche in Absprache mit den Kollegen getroffen werden und einem Höchstmaß an Akzeptanz aller Mitarbeiter habe mich bereits innerhalb kürzester Zeit ins Team integriert gefühlt. Durch eine sehr gute interne Kommunikation sind auch Abwesenheiten aufgrund des Sportes kein Problem, da man durch frühzeitige Planung Termine entsprechend einkalkulieren kann oder per remote an Meetings teilnimmt.

 

Im Fokus: das Ziel, nicht der Weg

Allgemein liegt der Fokus bei Bright Solutions darauf, dass Aufgaben übernommen und gelöst werden und nicht darauf, dass man seine 8 Stunden im Büro verbringt und "Dienst nach Vorschrift" leistet. Das entspricht der Denkweise eines Sportlers und kommt mir persönlich entsprechend entgegen. So ist es auch möglich, einen großen Teil der Arbeit im Homeoffice zu erledigen. Natürlich erfordert dies ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Eigenverantwortung. Solange ich aber die entsprechende Leistung erbringe, bekomme ich diese Freiheiten.

 

Mein Alltag zwischen Training und Arbeit

Wie sieht ein solcher Tag aus, in dem Leistungssport und Beruf kombiniert wird?

Ich beginne meinen Tag um 6.30 mit meinem ersten Dauerlauf. Dieser umfasst zwischen 10 -15 Km, was etwa 40 – 60 Minuten beansprucht. Anschließend fahre ich auf die Arbeit. Hier arbeite ich in der Regel dann von 8.30 bis 16 Uhr mit einer entsprechenden Mittagspause. Anschließend fahre ich zur zweiten Trainingseinheit, welche meist um 17 Uhr startet.

Nico Sonnenberg beim Krafttraining

Nach dieser Einheit kann ich dann ab 21 Uhr noch einmal Aufgaben, welche problemfrei im Homeoffice erledigt werden können, abarbeiten. Ein solcher Tag unterscheidet sich nun natürlich nicht groß von anderen geregelten Arbeitstagen.

 

Homeoffice schafft Möglichkeiten

Zusätzlich aber bietet mir Bright Solutions die Möglichkeit, 2 mal in der Woche den gesamten Tag im Homeoffice zu verbringen. An diesen Tagen finden dann meist vormittags die wirklich entscheidenden Trainingseinheiten statt. So bin ich an diesen Tagen flexibel in der zeitlichen Gestaltung meiner Arbeitszeiten und habe auch die Möglichkeit, Physiotherapie-Termine wahrzunehmen. Meetings mit Kollegen erfolgen per Videokonferenz und auch Telefonate können vom Homeoffice aus erledigt werden.
Sollten nun einmal Wettkämpfe stattfinden oder es nötig sein, auch mehrere Tage in der Woche im Homeoffice zu verbringen, so ist es mir ebenfalls möglich, diese in Abstimmung zu beantragen. Es liegt dabei an mir selbst, diese Tage so zu organisieren, dass dadurch keine Termine ausfallen müssen und keine Arbeit auf der Strecke bleibt.

 

Häufiger Problempunkt: Trainingslager

Die wirkliche Problematik stellen aber oftmals Trainingslagertermine dar. Diese finden mehrfach im Jahr über mehrere Wochen hinweg und meist im Ausland statt, sodass dies mit einem normalen Beruf nur sehr selten vereinbar ist. Natürlich kann man seinen Jahresurlaub dafür beantragen, aber auch das ermöglicht in der Regel meist nur ein größeres Trainingslager.

Nico Sonnenberg im Trainingslager in Südafrika

Ich habe nun in diesem Jahr bereits das zweite Trainingslager besucht. Möglich wird dies durch eine sehr gute Arbeitseinteilung im Team und eine gute Abstimmung untereinander. Ich arbeite auch im Trainingslager täglich innerhalb eines fest vereinbarten Zeitraums per remote. So wissen alle im Team, wann ich verfügbar bin und Arbeiten erledigen kann bzw. für Rückfragen zur Verfügung stehe. Hier ganz wichtig: Zeitverschiebung mit einplanen und vorher überprüfen, wie eine stabile und sichere Internetverbindung genutzt werden kann.

 

Mein Fazit

Sportliche Höchstleistungen neben dem Beruf sind möglich, wenn man den richtigen Arbeitgeber für sich findet. Bright Solutions bietet aufgrund seiner flexiblen Strukturen und den gelebten Werten jede Möglichkeit, auch neben dem Beruf sportliche Höchstleistungen anzustreben. Eigenverantwortung und Vertrauen in die Zusammenarbeit stehen hier im Mittelpunkt und das wird im gesamten Team gelebt. Ganz einfach zusammengefasst: Tut man alles für das Unternehmen, so tut das Unternehmen alles für den Mitarbeiter. In meinem Fall die Unterstützung, meinen Sport so ausüben zu können.

Ich bin sehr froh, in diesem Team arbeiten zu können. Denn so muss ich weder meinen Sport in diesem Umfang aufgeben, noch die Risiken tragen, die Leistungssport als finanzielle Lebensgrundlage mitsichbringt – und das alles in einem Job, der mir langfristig viele Chancen bietet und mir großen Spaß macht. Ich für meinen Teil kann behaupten: Besser geht es nicht.

Viele Grüße
Ihr Nico Sonnenberg

 

Nachtrag

Nico Sonnenberg hat in diesem Jahr nicht nur erneut seinen Doppelsieg beim Darmstädter Firmenlauf erfolgreich verteidigt, sondern auch den weltweit größten Firmenlauf, die J.P. Morgan Corporate Challenge, für sich entschieden. Hier geht's zum Bericht.

 

 

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