Ein Drupal wie Redakteure es lieben: Teil 1 – Feld Gruppen und Conditional Fields

    In unserem letzten Blogpost So lieben Redakteure Drupal haben wir beschrieben, welche umfangreichen Möglichkeiten Drupal 8 Redakteuren in der Contenterstellung und -pflege bietet. Heute starten wir mit der angekündigten Blogpostreihe mit technischem Fokus von unserem Drupal Teamleiter Sebastian Gurlt. In kurzen und praxisnahen Beiträgen stellt er vor, wie Entwickler auf der Basis von Drupal Websites umsetzen können, mit denen Redakteure gerne arbeiten. Heute im Fokus: Feld Gruppen und Conditional Fields. Viel Spaß beim Lesen!


    Die meisten Redakteure, die schon einmal mit Drupal gearbeitet haben, werden es kennen: Man will mal schnell einen neuen Inhalt erstellen, öffnet sein CMS System, klickt auf „Inhalt erstellen“ und wird zunächst mit einer unübersichtlichen Flut an Feldern überschüttet:

    Diese sind unübersichtlich angeordnet und stehen oft in keinem direkten Zusammenhang zueinander, Feldbeschreibungen gibt es so gut wie gar nicht oder helfen einem als Redakteur nicht weiter. Generell werden immer alle Felder angezeigt – ganz egal, ob das einen Sinn ergibt oder nicht.

    Unsere Aufgabe als Drupal Experten ist nicht nur ein System zu bauen, das im Frontend gut aussieht, sondern ebenso ist es unsere Aufgabe, den Redakteuren, die teilweise jeden Tag mit dem System arbeiten müssen, ein System bereitzustellen, das sie bei der Inhaltserstellung unterstützt und ihnen nicht unnötig Steine in den Weg legt.

    Das oben dargestellte Übel lässt sich glücklicherweise sehr gut in Drupal vermeiden, ein guter Start hierfür sind die Module Field Group und Conditional Fields. Mit den Modulen ist es möglich, die Übersichtlichkeit der Felder zu verbessern und den Redakteuren nur die Felder anzuzeigen, die sie auch wirklich ausfüllen müssen/sollten.


    Field Group

    Wie der Name schon sagt, lassen sich mit dem Modul Field Group die Felder im Drupal Backend zu sinnvollen Gruppen zusammenfassen. Dies sollte aus unserer Sicht bei jedem Entity Type geschehen, bei dem viele Felder befüllt werden müssen, um den Redakteuren so eine bessere Übersicht verschaffen zu können.


    Die oben vorgenommenen Einstellungen ergeben dann später folgende Ausgabe:

    Die Felder werden in den angelegten Gruppen als Tabs abgebildet dargestellt und der Berg an Feldern hat an Struktur gewonnen. Nun können sich die Redakteure von Tab zu Tab arbeiten und so ihren neuen Inhalt erstellen. Auch das zukünftige Bearbeiten der Inhalte wird so leichter fallen, da nicht mehr die komplette Seite nach dem Feld durchsucht werden muss, dessen Wert zu ändern ist.


    Conditional Fields

    Oft kommt es vor, dass Redakteuren Felder gezeigt werden, die sie aber im Endeffekt gar nicht benötigen. Ein klassisches Beispiel zeigt sich beim Familienstand:

    Das Feld „Name des Ehepartners“ wird nicht benötigt solange die Person, für die ggf. gerade ein neues Profil erstellt wird, nicht verheiratet ist. Beim Ausblenden des Feldes hilft hier das Modul Conditional Fields. Mit diesem lassen sich über unterschiedlichste Bedingungen Felder anzeigen bzw. ausblenden.


    Nachdem Conditional Fields für das Feld „Name des Ehepartners“ eingerichtet wurde, wird dieses dann nur noch angezeigt, wenn es auch wirklich benötigt wird.


    Neben dem Anzeigen und Ausblenden von Feldern bietet das Modul noch eine ganze Menge an weiteren Funktionen und jeder Drupaler sollte sich einmal damit beschäftigt haben.


    Feldbeschreibungen

    Für Feldbeschreibungen braucht es in Drupal nichts weiter als die Basisfunktionen des Drupal Cores. Sobald neue Felder in ein System eingefügt werden, können an diesen auch direkte Feldbeschreibungen mit angehängt werden. Warum dies so selten genutzt wird, ist uns ein Rätsel, da es jedem, der das System benutzt, die Arbeit erheblich erleichtert.

    Sehr oft kommt es vor, dass Feld Labels einfach nicht als Beschreibung ausreichen und die Redakteure mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn vor ihrem Drupal Backend sitzen und sich die Frage stellen, was denn in das Feld für Daten eingegeben werden sollen.

    Liebe Drupaler da draußen, denkt an die Redakteure eurer Kunden und schreibt ein bis zwei Sätze zu jedem Feld als kurze Beschreibung. Das kostet pro Feld vielleicht 2-3 Minuten und steigert die Usability der Systeme, die ihr baut, enorm 😉


    Ausblick weitere Themen der Serie

    In den nächsten Blogposts geht es um:

    Bei Fragen oder Anregungen nutzt gerne die Kommentarfunktion.

    Über Sebastian Gurlt:

    Seit 2012 entwickelt Sebastian Gurlt (Fachinformatiker für Systemintegration) Web-Projekte auf der Basis von Drupal.
    Als Technischer Teamleiter koordiniert er bei Bright Solutions die Entwicklung von Drupal Projekten, bildet neue Mitarbeiter aus und berät unsere Kunden in der Konzeption aus technischer Sicht.


    Nachtrag: Session Drupal Camp Ruhr 2018

    Unter dem Titel „Building Drupal sites that content authors love“ haben Manuel Pistner und Sebastian Gurlt eine Session gehalten, in der sie die Anforderungen von Redakteuren in den Mittelpunkt gestellt und praktische Tipps gegeben haben.

    Beschreibung der Session:

    Using Drupal as a powerful tool to build dynamic CMS solutions comes at a challenge that is often ignored: We all focus on the customer journey but forget about the author experience. To many Drupal projects deliver a backend that authors hate as it restricts flexibility and the speed of content creation. The result is often the same: Authors don’t like Drupal and projects are about to fail due to missing acceptance from their users.

    Nevertheless Drupal 8 brings countless improvements every month which make the life of authors so much easier.

    In this session I want to show:

    • New author experience improvements released by Drupal 8
    • Profen concepts and best practices for flexible backends
    • Does and dont’s of Drupal backend architectures
    • Answer questions to tackle challenges in your projects


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