Drupal vs WordPress vs TYPO3: Drupals Weg zum Enterprise Level CMS

    THUMB Drupal vs WordPress vs TYPO3

    Drupal, WordPress oder doch TYPO3? Wir stellen Ihnen in diesem Artikel das CMS Drupal im Vergleich zu WordPress und TYPO3 vor.

     

    Drupal – ein Überblick

    Das beliebte Web Content Management System „Drupal“ basiert auf der Programmiersprache PHP und liegt heute im Versionsstand 9 vor. Unser Lesetipp dazu: How-to Beginner’s Guide: 9 Schritte zur Drupal 9 Migration

    Dries Buytaert, der Begründer von Drupal, erzählt die Geschichte Drupals in der Keynote der DrupalCon Los Angeles 2015. Im Jahr 2000 wurde Drupal von Dries Buytaert ursprünglich als Forum für ein Studentenwohnheim entwickelt. Das System wurde anschließend zu einer Blog-Software und später zu einem extrem anpassungsfähigen Web Content Management Systeme erweitert.

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    Drupal ist modular konzipiert: Mithilfe der rund 40.000 verschiedenen Modulen lassen sich durch den vergleichsweise schlanken Kern (Core) höchst flexible und unterschiedliche Anwendungen bauen. Dies können z.B. Unternehmens-Webseiten, sprich Corporate Websites, Blogs, Online-Magazine bzw. Content-Portale, E-Learning Plattformen, Onlineshops, Intranet-Applikationen sowie alle denkbaren Kombinationen daraus sein.

    Diese Universalität Drupals stellt gleichzeitig Stärke und Schwäche dar: Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten verwässern sein Profil. Damit wird Drupal erklärungsbedürftig für Kunden.

    Drupal vs WordPress

    Drupal vs WordPress – Wann wählen wir Drupal und wann WordPress als CMS?

    Vergleich mit anderen Systemen: Drupal vs. WordPress und TYPO3

    Statistiken

    Im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz) stellen WordPress und TYPO3 die bekanntesten alternativen Open Source Systeme auf Basis von PHP dar.

    TYPO3 war das erste quellcode-offene System, mit dem anspruchsvolle Projekte realisiert werden konnten. WordPress ist recht zeitgleich mit Drupal bekannt geworden. Aufgrund seiner Nutzerfreundlichkeit hat sich WordPress rasant entwickelt.

    Eine wunderbare Quelle zur CMS Nutzung und CMS Verteilung von WordPress, Drupal und TYPO3 finden Sie hier: CMS Usage Distribution in the Top 1 Million Sites

    Es zeigt sich, dass Drupal seine Bedeutung vor allem bei sehr großen – das heißt entweder bei komplexen oder bei sehr trafficstarken – Websites hat.

    TYPO3 ist weder bei den stärksten 10.000 noch bei Berücksichtigung sämtlicher Websites innerhalb der Top 20 CM-Systeme vertreten.

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    https://trends.builtwith.com/cms

    Screenshot CMS Usage Distribution in the Top 1 Million Sites

    (Weiter-) Entwicklung

    Die mit Drupal möglichen komplexen Anwendungen hängen mit der oben beschriebenen Modularität zusammen. Drupal ist eine Entwickler-Community: auf 100 Anwender kommen bei Drupal etwa 10 Entwickler, die der Community Module oder Verbesserungen (Patches) zurück geben (Contribution). Bei WordPress kommt auf 100 Anwender nur etwa 1 Contributor.

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    Content Creation & Organisation

    TYPO3 ist hierarchisch organisiert: Der gesamte Content und alle Menüfunktionen organisieren sich in einer baumartigen Struktur. TYPO3-Websites werden über Typoscript konfiguriert.

    In Drupal können Sie das Datenmodell – Inhaltstypen, Taxonomien und seit Drupal 7 Entities – komplett über Bedienoberflächen konfigurieren (Site-Building), ohne dass etwas programmiert werden muss. Die Inhalte sind somit quasi lose organisiert. Kontext organisieren Sie über Konzepte wie z.B. „Taxonomien“ und entscheiden damit, welche Inhalte Sie in welchem Zusammenhang ausspielen.

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    Frontend, Backend & Usability

    Das Eingabe-Backend ist bei TYPO3 klassischerweise von der für Besucher sichtbaren Website (Frontend) getrennt. Bei Drupal können Sie Inhalte und Konfigurationen aus dem Frontend der Website heraus bearbeiten. Es gibt kein getrenntes Backend. Jedoch gibt es administrative Themes, die für Verwaltungsaufgaben optimiert sind und dem Benutzer das Gefühl eines Backends verleihen. Durch die intuitiven Eingabeoberflächen ist der Schulungsaufwand für Redakteure und Site-Builder bei Drupal erheblich geringer als bei TYPO3.

    Hinsichtlich der Usability für Redakteure ist WordPress das benutzerfreundlichste und TYPO3 das am wenigsten benutzerfreundliche CMS im Vergleich der drei Systeme.

    Bei der möglichen Komplexität von Webanwendungen liegen Drupal und TYPO3 etwa gleichauf. Aufgrund seiner verschachtelten Quellcode-Architektur kann WordPress eher Performance-Probleme bei umfangreichen Anwendungen bekommen.

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    Drupal vs. WordPress: Themes

    Im Vergleich zu WordPress gibt es für Drupal weniger kommerzielle oder freie Themes.

    Das hängt mutmaßlich mit der Komplexität Drupals zusammen: Um dem technisch weniger versierten Anwender ein Theme zugänglich zu machen, wird es häufig zusammen mit Demo-Content ausgeliefert. Dieser Content setzt ein auf willkürlich Weise vorkonfiguriertes Datenmodell – und damit eine ganz bestimmte Installation – voraus. Aus unserer Erfahrung greifen die Template-Dateien oftmals nur bei genau dieser Konfiguration. Sobald man andersartig konfigurierte Inhalte ausspielt, werden diese nicht mehr im gewünschten Layout der Website dargestellt.

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    Streng genommen muss man von einer Distribution sprechen, sobald Konfiguration mitgeliefert wird. Ein Theme darf nur aus Template-Dateien bestehen und sollte so generisch aufgebaut sein, dass es auch bei unbekannter Konfiguration sauber funktioniert. Wegen der Komplexität und Modul-Vielfalt Drupals ist so etwas jedoch kaum möglich.

    Der Nachteil solch distributionsartiger Themes besteht darin, dass der Benutzer auf die willkürliche Vorauswahl der Module festgelegt ist. Häufig lassen sich kommerzielle Themes nicht oder nur sehr aufwändig modifizieren. Insofern empfehlen wir unseren Kunden üblicherweise die Erstellung eines individuellen Themes.

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    Zielgruppen WordPress, Drupal & TYPO3

    Obwohl Sie mit Drupal auch kleinere Websites erstellen können, zeigt der Trend erkennbar in Richtung Enterprise. Nicht zuletzt wegen der individuellen Themes stellen Systeme wie WordPress für kleinere Websites in aller Regel eine günstige Alternative dar, da sich die initiale Einrichtung Drupals deutlich aufwändiger darstellt.

    Seine Vorteile spielt Drupal im Bereich komplexer Applikationen aus, die entweder viel Content halten und ausspielen oder aber Daten online verarbeiten müssen.

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    Ausblick der Nachfrage nach WordPress, Drupal & TYPO3 weltweit

    Im deutschsprachigen Bereich erfreut sich TYPO3 derzeit oftmals einer höheren Nachfrage als Drupal, auch aufgrund der vielen bestehenden Alt-Projekte. Außerhalb dieses Bereichs spielt TYPO3 jedoch kaum eine Rolle.

    Anhand der Daten lässt sich ablesen, dass die Nachfrage nach allen drei CM-Systemen nun auf zunehmend mehr Angeboten verteilt wird. Das hängt damit zusammen, dass inzwischen immer mehr Funktionen, die früher klassischerweise Teil eines Content Management Systems waren, durch eigene Komponenten abgelöst werden. Besonders im Bereich Frontend-Entwicklung haben große Player wie Facebook und Google neue Systeme wie z.B. GraphQL, React und AngularJS entwickelt, die die Architektur von Websites revolutionieren.

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    Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie weitere Fragen rund um Drupal haben oder Unterstützung bei einem Projekt benötigen: Unsere Experten in Darmstadt und Hamburg beraten und unterstützen Sie bei Ihren Projekten, bieten Workshops und schulen Ihre Mitarbeiter in PHP, Drupal oder agilem Projekt-Management.

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