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Wie Barrierefreiheit Website & Marketing zugute kommt

THUMBNAIL -Barrierefreiheit Website - Bright Solutions

Barrierefreiheit, oder digital accessibility, bezieht sich auf die Praxis, Webseiten so zu gestalten, dass sie von allen Menschen, einschließlich jenen mit Einschränkungen und Behinderungen, genutzt werden können. Die digitale Zugänglichkeit von Webinhalten spielt eine entscheidende Rolle für den unternehmerischen Erfolg in der Zukunft, und so bietet Barrierefreiheit Website und Marketing in deinem Unternehmen größere Chancen, als du annehmen könntest.

Für Marketing Manager und Führungskräfte bietet die Integration von Elementen zur Barrierefreiheit in Webprojekten nicht nur die Möglichkeit, ethische Standards zu erfüllen, sondern auch wirtschaftlichen Mehrwert zu generieren.

In diesem Artikel geben wir also einen EInstieg in die folgende Themen:

  • Barrierefreiheit Definition: Was bedeutet barrierefrei?
  • Barrierefreiheit Website: Wie profitiert dein Webprojekt von Barrierefreiheit?
  • Barrierefreiheit Beispiele: Was macht eine Website barrierefrei?
  • Barrierefreiheit Gesetz: Was kann, was muss?

Legen wir los!

Barrierefreiheit Definition: Was bedeutet barrierefrei?

Barrierefreiheit allgemein, auch als Accessibility bekannt, bezieht sich auf die Zugänglichkeit von Umgebungen, Produkten oder Dienstleistungen für alle Menschen, einschließlich jener mit Behinderungen. Im Kontext digitaler Umgebungen spricht man von Web-Barrierefreiheit, wenn digitale Inhalte und Technologien so gestaltet sind, dass sie von Personen mit Behinderungen – wie visuellen, auditiven, motorischen oder kognitiven Einschränkungen – genutzt werden können.

Die Implementierung von Barrierefreiheit ermöglicht es diesen Nutzergruppen, Webseiten leicht zu verstehen, zu navigieren und mit ihnen zu interagieren sowie zu kommunizieren.

Barrierefreiheit Website: Wie profitiert dein Webprojekt von Barrierefreiheit?

Barrierefreie Webseiten sind nicht nur ein Zugewinn für Menschen mit Behinderungen, sondern sie bieten auch Vorteile für dein Unternehmen.

Erweiterung der Zielgruppe

Über 15% der Weltbevölkerung leben mit einer Form von Behinderung. Websites, die für Menschen mit Behinderungen zugänglich sind, erreichen somit eine breitere und diverse Zielgruppe. Dies erhöht nicht nur die potentiellen Marktchancen, sondern verbessert auch dein Markenimage durch Inklusivität.

Erhöhung der Konversionen

Eine barrierefreie Website ist oft benutzerfreundlicher, was zu einer höheren Benutzerzufriedenheit und damit zu einer höheren Konversionsrate führen kann. Nutzer, die positive Erfahrungen machen, sind eher bereit, Produkte oder Dienstleistungen über deine Website anzufragen und zu kaufen.

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Verringerung der Absprungraten

Websites, die für alle Nutzer zugänglich sind, verringern also die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher die Seite schnell wieder verlassen. Dies führt zu einer längeren Verweildauer und potentiell zu mehr Interaktionen auf der Website.

Verbesserung der SEO

Suchmaschinen bevorzugen barrierefreie Websites, da diese klare Strukturen und hochwertige Inhalte bieten. Dies verbessert die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und erhöht die Sichtbarkeit deiner Website in Suchergebnissen.

Reduzierung von Rechtsstreitigkeiten 

In vielen Ländern, einschließlich der USA und der Europäischen Union, gibt es gesetzliche Anforderungen zur Barrierefreiheit von Webinhalten. Unternehmen, die diese Anforderungen nicht erfüllen, riskieren rechtliche Konsequenzen, einschließlich Klagen und Geldstrafen.

 

 

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Barrierefreiheit Beispiele: Was macht eine Website barrierefrei?

Eine barrierefreie Website zeichnet sich durch verschiedene technische und gestalterische Merkmale aus.

Dazu gehören:

  • Textalternativen für nicht-textuelle Inhalte wie Bilder und Videos, damit sie von Screenreadern vorgelesen werden können.
  • Untertitel und Audiodeskriptionen bei Videoinhalten, die gehörlosen oder schwerhörigen Nutzern den Zugang erleichtern.
  • Tastaturnavigation, die es Nutzern erlaubt, die Website ohne Maus zu bedienen, was besonders für Menschen mit motorischen Einschränkungen wichtig ist.
  • Kontrastreiche Farbgestaltung und die Möglichkeit, die Textgröße anzupassen, unterstützen Nutzer mit eingeschränkter Sehfähigkeit.
  • Einfache Sprache und klare Strukturen helfen Nutzern mit kognitiven Einschränkungen.

Diese und weitere Maßnahmen tragen dazu bei, dass eine Website von allen Menschen genutzt werden kann und bieten ein inklusives Web-Erlebnis.

Wie implementiert man Barrierefreiheit?

1. Verständnis der WCAG-Richtlinien

Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) sind ein international anerkannter Standard für Webzugänglichkeit. Sie bieten Richtlinien in drei Stufen (A, AA, AAA), wobei AA oft als Standard für die meisten Organisationen gilt.

Die vier Prinzipien der WCAG 2.1 stellen die Basis der Richtlinien dar:

1. Wahrnehmbar

Informationen und Bestandteile der Benutzerschnittstelle müssen den Benutzern so präsentiert werden, dass diese sie wahrnehmen können.

2. Bedienbar

Bestandteile der Benutzerschnittstelle und Navigation müssen bedienbar sein.

3. Verständlich

Informationen und Bedienung der Benutzerschnittstelle müssen verständlich sein.

4. Robust

Inhalte müssen robust genug sein, damit sie von einer großen Auswahl an Benutzeragenten einschließlich assistierender Techniken interpretiert werden können.

Hier liest du mehr über die vier Prinzipien der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.2

 

2. Einsatz von Accessibility-Tools

Es gibt eine Vielzahl von Tools, die dabei helfen können, die Barrierefreiheit einer Website zu prüfen und zu verbessern. Dazu gehören automatisierte Tests, Screenreader-Simulationen und Accessibility-Plugins für gängige Webentwicklungsumgebungen. Besonders ansprechend stellt das Unternehmen accessibe.com die inklusive Elemente dar. 

3. Schulung deines Teams

Das Bewusstsein und die Fähigkeiten deiner Mitarbeitenden im Bereich Barrierefreiheit sind ebenfalls hilfreich. Regelmäßige Schulungen und Workshops können das Verständnis für die Bedeutung von Accessibility fördern und technisches Know-how vermitteln.

4. Einbeziehung von Expertise

Für spezifische Herausforderungen kann die Einbeziehung von Accessibility-Experten oder Beratungen sinnvoll sein. Diese können bei der Überprüfung der Barrierefreiheit und bei der Umsetzung von Best Practices unterstützen.

Barrierefreiheit Gesetz: Was kann, was muss?

In vielen Ländern gibt es spezifische Gesetze und Vorschriften zur Barrierefreiheit von digitalen Angeboten, besonders für öffentliche Einrichtungen und Dienste. In der Europäischen Union regelt die Richtlinie (EU) 2016/2102 die Anforderungen an die Barrierefreiheit von Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen. Diese Gesetze legen Mindeststandards fest, die oft auf den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) basieren, und schreiben vor, dass digitale Inhalte für alle Nutzer zugänglich sein müssen. Verstöße können nicht nur zu Bußgeldern führen, sondern auch das öffentliche Image eines Unternehmens schädigen.

Die Integration von Barrierefreiheit in Webprojekte stellt nicht nur eine rechtliche Notwendigkeit dar, sondern bietet auch wirtschaftliche Vorteile und fördert eine inklusive Gesellschaft. Durch das Verständnis und die Umsetzung der oben genannten Aspekte können Unternehmen ihre digitale Präsenz verbessern und ihre Inhalte für eine breitere Nutzerbasis zugänglich machen.

 

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