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App Entwicklung: 6+6 Dos & Don’ts

App Entwicklung 6+6 Dos & Don'ts - Bright Solutions

Mobile Apps sind effektive digitale Tools für Unternehmen und oft auch der erste Kontaktpunkt mit Kunden. Oft zielt die App Entwicklung auf soziale Netzwerke, Shopping-Plattformen oder Bildungsressourcen ab, intern tragen mobile Apps zur Prozess-Optimierung (z.B. mit KI) und Steigerung der Produktivität bei.

Doch Obacht bei der App Entwicklung: Eine schlecht konzipierte oder umgesetzte Anwendung kann schnell zu Frustration führen und Nutzer dauerhaft vergraulen.

In diesem Artikel präsentieren wir kurz und knackig 6 Dos und 6 Don’ts, die dir als Richtlinien dienen können, um deine App Entwicklung zum Digitalisierungserfolg für dein Unternehmen und zur nutzerzentrierten Erfahrung für deine Zielgruppe zu machen.

Denn eine effektive App Entwicklung kann den Unterschied ausmachen, ob ein Nutzer bleibt, ein Kunde kauft oder dein Team stressfreier und besser arbeiten kann.

Die folgenden Punkte heben die Themen hervor, die oft neben den offensichtlichen Themen vergessen werden, aber essentiell sind. Einen umfassenden und detaillierten Guide für die erfolgreiche Planung, Entwicklung und Vermarktung von Apps, Websites, Software- und Marketing-Projekten findest du hier.

 

Quick Check: 6 DOs für deine erfolgreiche App

1. Genau verstehen, wann und warum eine App sinnvoll ist

Gute Gründe für die App Entwicklung basieren oft auf einem klaren Geschäftswert, der durch die App generiert wird, und einem echten Mehrwert für deine Endnutzer.

Hier sind einige starke und legitime Gründe, warum die Entwicklung einer mobilen App sinnvoll sein kann:

  • Kundenbindung: Apps können dazu beitragen, eine engere Beziehung zu deinen (bestehenden) Kunden aufzubauen, indem sie regelmäßige Interaktionen, Benachrichtigungen und personalisierte Angebote ermöglichen.
  • Offline-Zugang: Eine der großen Vorteile von Apps ist die Möglichkeit, Inhalte offline zugänglich zu machen. Das kann besonders nützlich sein für eine Nutzergruppe ohne ständigen Internetzugang.
  • Zugriff auf Gerätefunktionen: Apps können auf spezifische Funktionen des Endgeräts wie Kamera, GPS, Beschleunigungssensor und mehr zugreifen, um dem Nutzer erweiterte Funktionen zu bieten.
  • Erhöhte Präsenz: Ein App-Symbol auf dem Startbildschirm eines Smartphones erhöht natürlich auch die Sichtbarkeit deiner Marke.
  • Umsatzsteigerung: Durch In-App-Käufe, spezielle Angebote oder die Einführung neuer Geschäftsmodelle kann eine App direkt zu erhöhten Verkäufen und Umsätzen beitragen.
  • Gezieltes Marketing: Mit Push-Benachrichtigungen und personalisierten Angeboten kannst du direkt und in Echtzeit mit deinen Nutzern kommunizieren.
  • Neue Geschäftsmodelle: Mit mobilen Apps kannst du völlig neue Geschäftsmodelle einführen oder bestehende Modelle erweitern, z.B. durch Abonnements oder Freemium-Angebote.
  • Wettbewerbsvorteil: Eine gut entwickelte und nützliche App (z.B. ein Konfigurator oder eine App zur Prozess-Optimierung) kann einem Unternehmen einen signifikanten Vorteil gegenüber Konkurrenten verschaffen, die keine vergleichbaren Angebote haben.
  • Erweiterung deiner Zielgruppe: Mit einer App kann dein Unternehmen andere demografische Gruppen erreichen, die hauptsächlich über mobile Geräte auf Inhalte zugreifen.

Wichtig ist, dass du deine geplante App nicht isoliert betrachtest, sondern als Teil deiner gesamten digitalen Strategie.

Das bringt uns auch schon zum nächsten Punkt.

 

2. Strategie & User im Fokus

Lange App-Anforderungslisten sind oft ein unrealistischer Wunschzettel. Ohne eine klare Produktstrategie läufst du also Gefahr, deine App Entwicklung im Blindflug zu starten (und sehr unsanft zu landen).

Verstehe zudem von Anfang an, wer genau deine Zielgruppe ist und was sie benötigt. Entwickle Personas, führe Umfragen durch und nutze Feedbackschleifen, um sicherzustellen, dass deine App den tatsächlichen Bedürfnissen entspricht.

Wenn deine App nicht den Mehrwert liefert, der die Probleme deiner Zielgruppe löst, ist sie reine Geldverschwendung.

 

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3. Performance-Optimierung auf allen (nötigen) Endgeräten

Eine langsame oder fehleranfällige App wird deine Nutzer schnell vergraulen.

Performance-Optimierung für Apps bezieht sich auf den Prozess, durch den eine mobile Anwendung so modifiziert und verbessert wird, dass sie schneller, effizienter und insgesamt leistungsfähiger wird. Das Hauptziel ist die optimale Benutzererfahrung.

Eine App, die schnell und reibungslos funktioniert, führt zu zufriedeneren Nutzern und kann die Nutzungsrate und den allgemeinen Erfolg deiner App erhöhen.

Hier sind 10 Bereiche und Techniken der Performance-Optimierung für erfolgreiche Apps:

  1. Ladezeit: Reduziere die Startzeit der App, denn sie soll beim Öffnen schnell einsatzbereit sein.
  2. Reaktionszeit: Stelle sicher, dass alle Interaktionen (wie Tappen, Scrollen, Zoomen) flüssig und ohne Verzögerungen ausgeführt werden.
  3. Speichernutzungsoptimierung: Überwache und optimiere bei Bedarf den Speicherverbrauch der App, um ein „Out of Memory“-Problem zu vermeiden.
  4. Batterieeffizienz: Minimiere den Energieverbrauch, um die Akkulaufzeit der Nutzergeräte nicht unnötig zu belasten.
  5. Netzwerkoptimierung: Reduziere die Datenübertragungen und die effiziente Nutzung von Netzwerkanfragen, insbesondere in Umgebungen mit schlechter Netzwerkqualität.
  6. Datenbankoptimierung: Stelle schnelle Datenabrufe und -schreibvorgänge sicher, insbesondere bei datenintensiven Apps, durch effizientes Datenbankdesign und -abfrage.
  7. GPU- und CPU-Nutzung: Optimiere den Code, um die Prozessor- und Grafikressourcen effizient zu nutzen.
  8. Benutzeroberflächen-Flüssigkeit: Gewährleiste eine gleichbleibende Bildrate, insbesondere in grafikintensiven Anwendungen oder Spielen.
  9. Code-Optimierung: Verwendung effizienter Algorithmen, Reduzierung redundanter Codezeilen und Nutzung nativer Funktionen, wenn möglich.
  10. Testen und Überwachen: Regelmäßige Performance-Tests und Überwachung in verschiedenen Geräten und Betriebssystemversionen helfen dir, Engpässe oder Problemstellen schnell zu identifizieren, bevor deine Zielgruppe frustriert ist.

Bedenke: Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der sowohl während der App Entwicklung als auch nach dem Launch der App regelmäßige Überprüfungen und Verbesserungen erfordert.

 

4. Skalierbarkeit

Denke an die Zukunft. Entwickle deine App so, dass sie auch mit wachsender Nutzerbasis oder neuen Funktionen problemlos skaliert werden kann.

Eine kompetente App Agentur prüft mit dir schon in den ersten Gesprächen, wohin die Reise mit deiner geplanten App hingehen soll – und könnte – und wie eine reibungslose Skalierung gewährleistet werden kann.

 

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5. Datensicherheit

In Zeiten von Datenschutzskandalen und Sicherheitsverletzungen ist es unerlässlich, dass die Daten deiner Nutzer sicher sind. Es ist wichtig, die Prinzipien des Datenschutzes von Anfang an in den Entwicklungsprozess zu integrieren („Privacy by Design“).

Implementiere robuste Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselung, Zugriffskontrollen, Authentifizierung und regelmäßige Sicherheitstests – und halte diese aktuell!

 

6. Einfache Navigation

Eine intuitive Benutzeroberfläche und klare Navigation sind Schlüssel für eine positive Nutzererfahrung. Besonders komplexe Apps überfordern die Zielgruppe schnell durch ein chaotisches Mischwerk an Funktionen, Screens und Möglichkeiten.

In dem Falle raten wir: Weniger ist mehr. 

Die Benutzeroberfläche (User Interface, oder auch kurz UI) sollte folgende Attribute erfüllen: 

  • Einfach und klar: Die Elemente sollten die App nicht überladen und die Zielgruppe sollte sich in der Navigation leicht zurechtfinden können. 
  • Konsistent: Ähnliche Aktionen und Felder sollten gleich gestaltet sein.
  • Selbsterklärend: Icons und Symbole sollten einfach zu verstehen und selbsterklärend sein.
  • Strukturiert: Die wichtigsten Funktionen sollten prominenter hervorgehoben werden.
  • Optimiert: Die Benutzeroberfläche sollte auf allen relevanten Endgeräten leicht zu bedienen sein.

Hier empfehlen wir unbedingt Nutzertests mit Wireframes oder spätestens mit einem ersten App Prototypen.

 

6 DON’Ts in der App Entwicklung, die du im Blick behalten solltest

 

1. Du hast keinen guten Grund für eine App.

Einfach „drauflos“ entwickeln und hoffen, dass die App gut ankommt – das haben wir viel zu oft gesehen.

Unternehmen entscheiden sich aus unterschiedlichen Gründen für die Entwicklung einer mobilen App. Während einige Gründe legitim und strategisch sinnvoll sind, gibt es auch Motivationen, die nicht unbedingt im besten Interesse des Unternehmens oder der Nutzer liegen.

Hier sind einige oft schlechte Gründe für die Entwicklung einer mobilen App:

  • „Alle anderen haben auch eine App“: Nur weil deine Konkurrenten oder andere Unternehmen eine App haben, bedeutet das nicht, dass du eine benötigst. Eine App sollte einen klaren Zweck und Mehrwert bieten.
  • „Wir wollen modern und digital wirken“: Das reine Bestreben, als modern oder technologisch fortschrittlich wahrgenommen zu werden, ist kein nachhaltiger Grund für die App Entwicklung.
  • „Eine App würde unsere aktuelle Situation vereinfachen“: Anstatt auf kurzfristige Probleme mit einer langfristigen Lösung (wie einer App) zu reagieren, sollten Unternehmen zuerst die zugrunde liegenden Probleme angehen.
  • „Unsere Zielgruppe wird das sicher gut finden“: Ohne genaue Recherche und Verständnis darüber, was deine Zielgruppe und Kunden wirklich wollen, wird die App Entwicklung mit großer Wahrscheinlichkeit ins Leere laufen.
  • Unrealistische Erwartungen an Monetarisierung: Die bloße Hoffnung, dass eine App automatisch zu hohen Einnahmen führt, kann zu Enttäuschungen führen. ROI berechnen: Wie man den Return on Investment berechnet – für Marketing, Websites & Apps
  • „Unsere Website sieht mobile schlecht aus, eine App wäre schicker“: Wenn das Hauptziel darin besteht, mobile Nutzer zu erreichen, könnte eine responsive Website oft eine bessere und kostengünstigere Lösung sein als eine App.
  • „Es wird schon funktionieren“-Mentalität: Ohne klare Strategie, Planung und Forschung ist deine App Entwicklung im Grunde zum Scheitern verurteilt.

Unternehmen sollten stets sorgfältig überlegen, ob eine mobile App wirklich zu ihren strategischen Zielen passt und ob sie bereit sind, in ihre Entwicklung und Pflege zu investieren. Eine klare Strategie und Recherche sind entscheidend, um sicherzustellen, dass deine App erfolgreich und wertvoll für dein Unternehmen und deine Kunden ist.

 

2. Zu hohe Komplexität

Dies ist ein essentieller Punkt bei der Planung und Umsetzung deiner App. Eine App mit zu vielen Funktionen kann überwältigend sein und schnell nutzlos werden.

Fokussiere dich auf die Kernfunktionen und vermeide unnötige Komplexität.

Um zu wissen, welche Themen deine Zielgruppe am schnellsten per App lösen wollen, kannst du eine Umfrage starten oder durch Microtests prüfen, was deine Nutzer wirklich bewegt.

Mehr dazu erfährst du in unserem Funnel Workshop.

 

3. Zu wenige Tests

Umfangreiche Tests sind unerlässlich. Übersehene Bugs oder schlechte Usability können den Ruf deiner App schnell ruinieren.

Wenn man eine App entwickelt, gibt es verschiedene Tests, die durchgeführt werden sollten, um sicherzustellen, dass die App fehlerfrei, benutzerfreundlich und sicher ist.

Hier sind einige der wichtigsten App-Tests:

  • Unit-Tests: Sie gewährleisten, dass jede einzelne Funktion oder Methode unter verschiedenen Bedingungen wie erwartet arbeitet.
  • Integrationstests: Sie überprüfen, wie verschiedene Teile der App zusammenarbeiten.
  • Systemtests: Diese Tests prüfen die gesamte App als einheitliches System, um sicherzustellen, dass sie als Ganzes korrekt funktioniert.
  • Usability-Tests: Diese Tests konzentrieren sich auf die Benutzerfreundlichkeit der App und darauf, wie intuitiv und effizient die Benutzer die Hauptfunktionen der App nutzen können.
  • Benutzeroberflächentests (UI-Tests): Diese Tests fokussieren auf das Benutzerinterface und stellen sicher, dass die UI so funktioniert und aussieht, wie es geplant war, und dass Nutzer eine intuitive und fehlerfreie Erfahrung haben.
  • Benutzerakzeptanztests (UAT): Hierbei wird die App von der Zielgruppe getestet, um sicherzustellen, dass sie den Anforderungen und Erwartungen der Benutzer entspricht.
  • Lasttests: Diese Tests prüfen, wie die App unter hoher Last oder Verkehr reagiert, um sicherzustellen, dass sie auch unter Stress stabil bleibt.
  • Leistungstests: Dabei wird überprüft, wie schnell deine App reagiert, wie viel Speicher sie verwendet und andere leistungsbezogene Aspekte.
  • Kompatibilitätstests: Diese Tests stellen sicher, dass die App auf verschiedenen Geräten, Betriebssystemversionen und Bildschirmgrößen korrekt funktioniert.
  • Sicherheitstests: Diese sind entscheidend, um sicherzustellen, dass die App keine Sicherheitslücken aufweist, die sie anfällig für Angriffe machen könnten.
  • Beta-Tests: Eine Vorabversion der App wird einer Gruppe von Beta-Testern zur Verfügung gestellt, um Feedback zu erhalten und potenzielle Probleme zu identifizieren, die in den vorherigen Testphasen übersehen wurden.
  • A/B-Tests: Hierbei werden zwei oder mehr Versionen einer App oder eines ihrer Teile gleichzeitig getestet, um herauszufinden, welche am besten funktioniert oder bei den Benutzern am beliebtesten ist.

 

Das Durchführen dieser Tests während des Entwicklungsprozesses einer App stellt sicher, dass die Endprodukte hochwertig, stabil, sicher und benutzerfreundlich sind.

Je nach Art und Komplexität deiner geplanten App können einige Tests relevanter sein als andere.

 

4. Unterschätzung des Supports

Biete deinen Nutzern klare Support-Kanäle an. Ein gutes Kundensupport-System kann bei Problemen den Unterschied ausmachen.

Dabei kannst du KI, also künstliche Intelligenz, wie ChatGPT einsetzen, um dein Team zu entlasten und deinen Kunden 24/7 zur Verfügung zu stehen.

Mehr dazu erfährst du im folgenden Artikel: Prozesse digitalisieren & automatisieren per KI-App & ChatGPT

 

5. Nicht auf Feedback hören

Ignoriere nicht das Feedback deiner Nutzer. Es ist oft der direkteste Weg zu erfahren, was verbessert werden muss. Prüfe dabei, welche Themen oft genannt werden und somit dringend gelöst werden müssen.

Deine App lebt von kontinuierlicher Verbesserung und Optimierung. Das Feedback deiner Kunden ist somit goldwert!

 

6. Du verlierst den ROI aus den Augen

Deine App soll sich lohnen und nicht dein Budget verschlingen. Die Investition in eine professioenlle App Entwicklung kann sich dabei schnell in einem mittleren sechsstelligen Bereich bewegen. 

Wie stellst du also sicher, dass sich deine Investition in eine App auch lohnen wird?

Unter ROI (kurz für „Return on Investment“) versteht man die Differenz aus investierter Zeit oder investiertem Geld und dem Mehrwert, den du in Form von Zeit und/oder Geld aus deinem Marketing-, App- oder Web-Projekt erhältst.

 

Fazit:

Das Erstellen einer erfolgreichen App erfordert eine ausgewogene Kombination aus Technologieverständnis, Nutzerorientierung und strategischer Planung.

Behalte diese Dos und Don’ts bei deiner App Entwicklung oder der Suche nach der passenden App Agentur im Hinterkopf, um sicherzustellen, dass die App Entwicklung in die richtige Richtung geht – und deinen Nutzern den größtmöglichen Wert bietet.

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