Accelerated Mobile Pages (AMP – HTML)

    amp - Accelerated Mobile Pages

    Ob Anstehen, auf Bus, Bahn und Aufzug warten oder mobil im Internet surfen: Warten nervt. So ist die hohe Absprungquote für Webseiten, die mehr als 3 Sekunden laden, nicht verwunderlich. “Gut Ding braucht Weil” trifft hier leider nicht für Webseiten zu, denn Google straft langsame Webseiten erheblich ab. Doch wie kann man dem entgegenwirken?

    Was ist AMP?

    AMP (Accelerated Mobile Pages) ist ein von Google entwickelter HTML Dialekt der den Aufruf und die Ladegeschwindigkeit von mobilen Webseiten deutlich beschleunigt. Durch konsequente Reduzierung der HTML Elemente sind Webseiten durch AMP auch mit geringer Internet-Bandbreite schnell aufrufbar. Durch AMP werden Bilder bereits auf dem Server mobile-freundlich komprimiert und Inhalte teils asynchron geladen.

    Eine neue Hoffnung

    Seit Februar 2016 steht Webseitenbetreibern mit Googles Accelerated Mobile Pages Project (kurz AMP) eine neue Option zur Verfügung, ihre Webseiten schnell an die Besucher zu bringen. Hierzu wird nicht auf Responsive Design oder „für Mobile optimierte Seiten“ gesetzt, sondern dediziertes Markup und optimierte Ladeprozesse gegen die menschliche Ungeduld in den Ring geschickt.

    Das Blitz-Symbol in Google-Suchergebnissen kennzeichnet für AMP HTML optimierte Inhalte.

    Selbst ohne das Thema SEO anzuschneiden, ist die stetig wachsende Bedeutsamkeit der Ladenzeiten-Optimierung offensichtlich. So ist es kein Wunder, dass gerade Digitale Medien wie die Online-Präsenzen der großen Tageszeitungen mit die Ersten waren, die ihre Webseiten für AMP optimierten, um ihren Nutzern den schnellen Zugriff zu ermöglichen. Tatsächlich steigt mit einer schnellen Mobilen Ladezeit auch das SEO Ranking an, was auf ein Update des Google Ranking Algorithmus zurückzuführen ist.

     

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    Hinter der Magie Wie funktioniert AMP HTML?

    Im Gegensatz zu responsive Design und mobile optimized Websites, wird bei Accelerated Mobile Pages (AMP) nicht auf reguläre Websites – mit mehr oder weniger Support für mobile Geräte – gesetzt, sondern auf eigenständige Seiten und dediziertes Markup; kein custom JavaScript; maximal 50kb Stylesheets. Zudem werden alle Inhalte, nachdem sie von Google identifiziert wurden (lediglich eine Referenz im Kopf der Seite ist hierzu nötig), auf ihre eigenen Server, dem Google AMP Cache, kopiert.

    Des Weiteren werden Medien, wie Bilder, erst später und bei Bedarf via Lazy-Load nachgeladen, was ebenfalls zu einem schnellen initialen Laden der Seiten durch AMP beiträgt.

    Apropos Medien, wie soll ich ohne eigenes JavaScript mein geliebtes Teaser-Karussell einbauen? Ist das eine weitere Einschränkung von AMP?

     

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    AMP HTML Extensions sind die Lösung!

    Natürlich muss niemand in der Welt des superschnellen mobilen Internets auf die Einbindung von Katzenvideos via YouTube, Werbung oder das Teaser-Karussell verzichten.

    Google selbst stellt hierzu eine gute Anzahl von AMP Erweiterungen (Extensions) bereit, mit denen man Beiträge von Diensten wie Twitter, Facebook und Soundcloud einbinden kann; auch eigene Inhalte können mit Galerie- oder Karussell-Extensions dynamisch eingebunden werden.

    AMP SEO Effekte

    Die Ladezeit, Pagespeed und Verweildauer auf der Webseite sind die drei wesentlich SEO relevanten Kriterien seit dem letzten Google Update. Genau das macht AMP SEO relevant. AMP Seiten haben durch das angepasste AMP HTML und durch die Auslieferung aus dem Cache sehr niedrige Ladenzeiten. Dadurch, dass AMP HTML angepasst ist und kein Javascript enthält, ist auch der Pagespeed extrem hoch. Mit AMP legen CMS betreiber also eine wichtig technische Basis die guten Content noch besser ranken lässt.

    AMP Drupal Modul

    Dankbarerweise gibt es für Durpal hier schon ein Modul, das die Integration von AMP stark vereinfacht. Hierzu wird unter anderem ein spezieller AMP-Theme verwendet, der, neben Markup-Anpassungen, definierte Viewmodes nutzt und es damit logisch recht simpel macht, neben der eigentlichen Webseite, die zusätzliche AMP-Version bereitzustellen.

    AMP WordPress Plugin

    Auch für WordPress gibt es das AMP WordPress Plugin (bzw mehrere sogar). Das wohl am meisten verwendete ist das AMP for WP Plugin. Auch hier müssen ein paar Anpassungen am Template vorgenommen werden, damit die Seite voll AMP fähig wird. Die meisten Funktionen sind aber bereits nach Installation des Plugins einsatzbereit.

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    Fazit

    Schnelles Laden ist cool; technischer Aufwand ist überschaubar; ein Muss für Neuigkeiten/News, nicht nur wegen des vermutlich besseren Google-Rankings.

    Der Aufwand lohnt sich. Zudem sind für die meisten Content Management Systeme die AMP HTML Anpassungen durch ein separate Theme einfach zu implementieren.

    Dadurch, dass Google Ladezeit und Pagespeed für das Ranking stark priorisiert, ist AMP SEO unterstützend für guten Content.

    Mehr denn je aber gilt: Content is king.

    Lesen Sie dazu auch: Content Marketing – so starten Sie erfolgreich!

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