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Highlights der WWDC 2012

18.06.2012  • Thomas Sillmann
Highlights der WWDC 2012

Vom 11.06.2012 bis 15.06.2012 fand in San Francisco bereits zum 23. mal Apples alljährliche Entwicklerkonferenz WWDC statt. Apple nutzt diese Konferenz, um neue Software und Technologien vorzustellen. In den letzten Jahren wurden so auf der WWDC beispielsweise das iPhone und das iPad, das MacBook Air und auch die neuen Betriebssystemversionen von iOS und Mac OS X vorgestellt. Auch in diesem Jahr ging es wieder um neue Versionen von Apples Betriebssystem-Reihe, darüber hinaus wurde aber ebenso neue Hardware vorgestellt.

Updates der MacBook-Modelle
Im Mittelpunkt der WWDC stand in diesem Jahr das Update der MacBook-Modelle. So ist das MacBook Air nun mit den aktuellen Core i-Prozessoren aus Intels Ivy-Bridge-Generation ausgestattet und verfügt darüber hinaus über größeren Flash-Speicher. Auch die 13“- und 15“-Modelle des MacBook Pro wurden hardwaremäßig überarbeitet und warten ebenso mit aktuellen Core i-Prozessoren auf. Daneben bietet Apple nun auch in all seinen Notebooks eine USB3-Schnittstelle an. Das bisher auch erhältlich 17“-MacBook Pro-Modell wurde nun aber eingestellt.

Daneben hat es aber auch ein ganz neues Modell in Apples Hardware-Reigen geschafft: Das sogenannte „Next Generation MacBook Pro“ ist ein weiteres 15“-Notebook im Stile der bisherigen MacBook Pro-Geräte. Mit einer Höhe von 1,8cm und einem Gewicht von 2,02kg ist es zunächst einmal aber deutlich flacher und leichter als die bisherigen MacBook Pro-Geräte. Daneben verfügt es über ein sogenanntes Retina-Display, welches mit 2880 x 1800 Bildpunkten auflöst und damit die vierfache Auflösung des normalen 15“-MacBook Pro besitzt. Auch die integrierte Hardware ist top: Das neue MacBook Pro kann mit bis zu 16GB Arbeitsspeicher, 768GB Flash-Speicher und einem 2,7GHz Quad-Core Intel Core i7 Prozessor ausgestattet werden. Dieses Plus an Hardware hat aber auch seinen Preis: Das günstigste Modell kostet bereits 2.279,00€.

Der Berglöwe ruft!
Nach der Vorstellung der neuen Hardware-Geräte ging es auf der WWDC weiter mit der Vorstellung von Mac OS X 10.7 „Mountain Lion“, Apples neuem Betriebssystem für die Mac-Produkte. Neben bereits bekannten Features stellte Apple auch weitere Neuerungen vor, beispielsweise „Power Nap“. Power Nap sorgt dafür, dass ein Mac auch im Ruhezustand Mails abruft, Updates herunterlädt und Backups erstellt. Auch wird es mit „Mountain Lion“ möglich, überall wo Tastatureingaben getätigt werden können auch Text direkt zu diktieren (so wie es beispielsweise auch das iPad der dritten Generation beherrscht). Daneben soll auch iCloud – Apples eigener Cloud-Service – stärker in das OS integriert werden und besser mit der Datenwolke zusammenarbeiten.

„Mountain Lion“ wird bereits im Juli diesen Jahres erscheinen und circa 20€ kosten. Wie bereits der Vorgänger „Lion“ wird auch „Mountain Lion“ zunächst nur über Apples eigenen Mac App Store zum Kauf und Download bereitstehen. Nettes Detail hierbei: Wer seit Beginn der WWDC einen neuen Mac kauf erhält „Mountain Lion“ kostenlos sobald es verfügbar ist.

Neue Karten-Anwendung und Siri für das neue iPad mit iOS 6
Nach der Vorstellung der Neuerungen in „Mountain Lion“ folgte abschließend noch die Präsentation der neuesten Version von iOS, dem Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod touch. iOS 6 bietet zunächst einmal einige Erweiterungen für den integrierten Sprachassistenten Siri, der nun auch Sportler und Schauspieler sowie Restaurants kennt; Siri kann also beispielsweise direkt nach bestimmten Filmen oder Sportereignissen gefragt werden. Fraglich ist nur, inwieweit diese Funktionen (gerade die Suche nach Restaurants) auch hierzulande funktionieren werden. Darüber hinaus gab Apple bekannt, dass Siri mit iOS 6 auch Einzug im iPad der dritten Generation halten wird.

Gänzlich neu ist Apples eigener Kartendienst, der mit iOS 6 die bisherige Maps-Awendung mit Google-Material ablösen wird. Die Anwendung selbst funktioniert ähnlich wie bisher, bietet aber darüber hinaus auch aktuelle Verkehrsinformationen und weist auf etwaige Unfälle hin. Auch kann die Anwendung über Siri gesteuert werden und so beispielsweise nach einer Tankstelle in der Nähe gefragt werden. Ähnlich wie bei Siri bleibt aber auch hier abzuwarten wie gut Deutschland mit diesen Funktionen und Informationen versorgt wird.
Besonders interessant für Entwickler: Es wird eine API geben, anhand derer die Informationen aus der Karten-Anwendung auch in eigenen Apps genutzt werden können.

Das Siri-Update und die neue Karten-Anwendung waren die Highlights von iOS 6, daneben wurden aber auch noch einige weitere Neuerungen vorgestellt. So wird zum Beispiel Facebook nun auch - nach Twitter - stärker in das Betriebssystem integriert, wodurch es leichter möglich sein wird Fotos mit Freunden zu teilen oder Nachrichten auf Facebook zu veröffentlichen. Es können sogar Ereignisse aus Facebook im iOS-eigenen Kalender angezeigt werden. Auch für Facebook steht den Entwicklern dann eine API zur Integration in eigene Apps zur Verfügung.

Bei eingehenden Anrufen können nun ab iOS 6 Antworten via SMS oder iMessage geschickt werden. So kann man dem Anrufenden zum Beispiel signalisieren das man später zurückruft oder bereits auf dem Weg ist. Auch Mail, Safari sowie der PhotoStream erhalten weitere Detailverbesserungen.

iOS 6 erscheint im Herbst und steht dann kostenlos für das iPhone 3GS, iPhone 4, iPhone 4S, iPad 2 und iPad der dritten Generation sowie dem iPod touch der vierten Generation zur Verfügung. Die Beta von iOS 6 steht ab jetzt ebenso für Entwickler zum Download zur Verfügung.

Abschließende Worte und Fazit
Abschließend lässt sich sagen dass die diesjährige WWDC wieder einmal ganz im Zeichen des Mac stand; erfreulich, da in den letzten Jahren immerzu iPhone, iPad und iOS die Themenschwerpunkte darstellten. Die neuen MacBook-Modelle – allen voran das Next Generation MacBook Pro – sind eine mehr als ordentliche Weiterentwicklung des bisherigen Lineups, gerade das Retina-Display bedeutet einen großen Sprung nach vorne. Wer übrigens mit dem Kauf eines neuen MacBook Pro liebäugelt muss sich gedulden: Bereits nach 24 Stunden betrug die Versanddauer des neuen Modells drei bis vier Wochen.

Auch „Mountain Lion“ macht einen sehr ordentlichen Eindruck und bietet intelligente neue Features wie "Power Nap" sowie eine deutlich verbesserte iCloud-Integration. iOS 6 bietet zwar diesmal nicht die Masse an neuen Features wie bei den letzten Versionen, ist aber auch eine Apple-typische konsequente Weiterentwicklung die sogar noch auf dem iPhone 3GS lauffähig sein wird (auch wenn Besitzer eines iPad 1 leider außen vor bleiben). Bei iOS 6 bleibt aber abzuwarten, inwieweit die neuen Fähigkeiten von Siri sowie die Dienste der neuen Karten-Anwendung auch in Deutschland funktionieren werden und genutzt werden können.

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