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Drupal Distributionen vorgestellt: Commons 2.0

In loser Reihenfolge möchten wir Ihnen auf unserem Blog Drupal Distributionen einmal genauer vorstellen. Drupal Distributionen sind spezialisierte Installationsprofile, also Fertiglösungen für einen bestimmten Webseitentyp. Bekannte Drupal Distributionen sind Open Atrium, ein Intranet-Kolaborationstool, Open Public, für Regierungsseiten und Commons 2.0, für soziale Communities. Einen genaueren Blick werfen wir heute zum Auftakt auf Drupal Commons.

Commons ist eine Distribution von Acquia und bietet einen gute Grundlage, wenn man eine Community-Seite aufbauen möchte. Wir haben für eines unsere letzten Projekte Commons als Basis-Installation eingesetzt und konnten so sehr schnell einen Prototypen für die Community erstellen. Commons bietet die Möglichkeit, die Community in Gruppen zu organisieren. In diesen Gruppen können die Mitglieder an Diskussionen teilnehmen, Umfragen erstellen oder Dateien hochladen. Ebenfalls im Paket enthalten sind Streams, Wikis, Events, Abzeichen für Benutzer und eine Moderationsoberfläche. All die Funktionen sind Out-of-the-box konfiguriert – man kann also direkt beginnen.

Eine solche Fertiglösung hat aber auch Nachteile. Neue Module lassen sich zwar einfach installieren, jedoch muss man sich erst einmal in die bestehenden Features einarbeiten, damit man das neue Modul mit den bestehenden Features optimal integriert. Durch die hohe Anzahl an vorinstallierten Modulen benötigt man viel Zeit, um zu verstehen, welches Modul für welche Funktion zuständig ist. Das erschwert ein schnelles Anpassen der Distribution. Oft muss man einfach ausprobieren was passiert, wenn man das Modul deaktiviert. Commons ist aktuell nur in Englisch verfügbar. Das bedeutet, ein Großteil der Oberfläche muss manuell übersetzt werden. Einige Strings lassen sich auch nicht über die Oberfläche übersetzen. Das bedeutet, dass man viel Zeit für Übersetzungsarbeiten investieren muss.

Commons ist aktuell nur für Drupal 6 verfügbar. Momentan weiß ich noch nicht, wann eine Version für Drupal 7 veröffentlicht werden soll. Ich empfehle jedem, der sich für Drupal Distributionen interessiert, einen Blick auf Commons zu werfen. Jedoch sollte er vor dem Projekteinsatz genau evaluieren, ob ihm der Funktionsumfang von Commons ausreicht, oder ob die Funktionen angepasst beziehungsweise neue Funktionen eingefügt werden müssen. Ist dies der Fall, empfehle ich eine professionell konzipierte, maßgeschneiderte Lösung für das geplante Portal.

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