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Die Werkbank machts – Optimale Web-Entwicklung mit Eclipse PDT

11.01.2012  • Marc Sven Kleinböhl 1
Eclipse

Wie ein Handwerker ist ein Software-Entwickler auf das richtige Werkzeug angewiesen um eine Entwicklungen zu implementieren.
Warum falsches Werkzeug die zeitliche Effizienz und letztlich sogar die Qualität des Produkts auf Dauer negativ beeinflussen kann, darauf möchte ich in diesem Blog-Artikel eingehen.
Ebenso werde ich in diesem Artikel auch auf ein paar überzeugende Eclipse PDT-Features eingehen.
Sicherlich können andere IDEs mit Eclipse mithalten. Um den Rahmen des Artikels nicht zu sprengen, nehme ich jedoch nur Bezug auf Eclipse.

Ökonomie

… spielt hier eine Schlüsselrolle.
Werkzeuge müssen schnell erreichbar und gut abgestimmt sein.

Um das Beispiel des Handwerkers erneut aufzugreifen...
Versetzen Sie sich in die Lage des Handwerkers. Wie könnte dieser am effizientesten Arbeiten?

Ich halte hierfür die folgenden 3 Punkte für immens wichtig.

  • Die Werkzeuge müssen räumlich nah erreichbar sein.
  • Die Werkzeuge müssen sich dort befinden wo er sie einfach finden kann.
  • Analyse-Werkzeuge sollten sich im Blickbereich befinden.

Integrierte Entwicklungs-Umgebungen

… (englische Abkürzung: IDEs) sind die Lösung.

Beachtlich viele Programmierer halten auch nach Jahren noch an Leichtbau-Editoren wie Notepad++ oder Scite aus Tradition fest.
Man kann es ihnen nicht vorwerfen. Denn es war höchstwahrscheinlich ihre erste Wahl beim Beginn ihrer Arbeit in der Programmierung. Denn derartige Editoren sind leicht zu installieren und zu erlernen.
Und der berufliche Zeitmangel verhindert immer öfter auch den Blick über den Tellerrand.

Hinzu kommt auch noch, dass man manchmal gar nicht weiß was einem fehlt, wenn man nicht kennt was man nicht hat.

Ich möchte Sie sehr gerne dazu ermutigen sich einer IDE zu widmen und werde nun auf die direkten Vorteile, speziell der Eclipse PDT eingehen.

Was ist Eclipse PDT?

Eclipse ist eine sehr bekannte IDE, die ursprünglich für die Arbeit mit Java entwickelt wurde.
Im laufe der Jahre ist diese IDE auch über Java hinaus sehr beliebt geworden. Denn Eclipse lässt sich für den Einsatz mit andern Programmiersprachen und Aufgaben über Plugins erweitern.
PDT ist so eine Eclipse-Erweiterung.

Eine Übersicht über verfügbare Eclipse-Plugins sind hier auffindbar: Eclipse Marketplace

Auch in der Default-Konfiguration kann Eclipse PDT schon quasi alles was man zur Web-Entwicklung benötigt.
Zum Beispiel verfügt es über integrierte Editoren für PHP, Javascript, HTML und CSS.
Auch ein XML-Editor ist schon an Board.

Automatische Syntax-Analyse

Wer sich noch an alte IDEs erinnert oder gar Leichtbau-Editoren nutzt, kennt eventuell die nervige augenscheinliche Syntax-Analyse wenn PHP Fehlermeldungen warf.
Mit Eclipse PDT erübrigt sich das weitgehend.

Mit jeder eingegebenen Code-Zeile veranlasst Eclipse eine Quellcode-Analyse.
Schon währender der Programmierung werden Fehler durch Unterstreichungen und nette kleine Icons am Seitenrand dargestellt.


Abbildung: Syntax-Analyse

Überblick über offene Aufgaben im Code

In Eclipse lassen sich Todos über Kommentare direkt im Code niederschreiben.
Das Besondere dabei ist aber, dass diese speziellen Todo-Kommentare automatisch erfasst und in einer Task-Liste aufgeführt werden worin man den Überblick über dieses Todos hat.


Abbildung: Aufgaben

Code-Schnipsel Verwaltung

Häufig benötigt man Code-Passagen immer und immer wieder.
Natürlich könnte man sich merken wo man sie überall angewendet hat, wenn man sie recyclen möchte.
Doch das ist angesichts des Snippet-Containers in Eclipse unnötiger Arbeitsaufwand.

Der Container verwaltet Code-Schnipsel kategorisch und über einen Doppelklick auf einen „Snippet“ wird dieser sogar an der aktuellen Cursor-Position eingefügt.

Es ist auch möglich einem „Snippet“ Variablen zu verpassen. Beim Einfügen wird dann ein Dialog-Fenster geöffnet in dem Werte für diese Variablen abgefragt werden.
So kann man einen Code-Schnipsel wie ein Template verwenden.

Der Projekt-Explorer

Ein starkes Tool in Eclipse ist der Projekt-Explorer welcher zu unterschiedlichen Workspaces eine nahezu unbegrenzte Anzahl an Projekten verwalten kann.
So ein Workspace ist in Eclipse eine Art Arbeitsmappe welche zum Beispiel Projekte eines bestimmten Kunden oder eines Quartals enthalten kann.
Es kann beliebig viele Workspaces geben.

Der Projekt-Manager kann seine verwalteten Projekte in einer Baum-Struktur auflisten.
Darin enthalten sind Ordner und Dateien eines Projekts.
Beim Klick auf einen Ordner öffnet sich dieser im Baum und beim Klick auf eine Datei wird ein passender IDE-Editor mit dem Inhalt der jeweiligen Datei geöffnet.
Ist kein IDE-Editor für den Datei-Typen vorhanden, wird zunächst versucht das passende System-Tool mit der Datei zu öffnen.


Abbildung: Projekt-Explorer

Jedes Projekt im Projekt-Manager lässt sich mit eigenen Einstellungen versehen.
Zum Beispiel lassen sich von Projekt zu Projekt unabhängig Editor-Einstellungen machen.
Das ist recht nützlich wenn sich die Code-Formatierungs Vorgaben von Kunde zu Kunde unterscheiden.

Direkt mit dem Projekt-Manager lassen sich auch viele weitere Tools verknüpfen.
Unter anderem auch Subversion-Clients. Diese sind als Eclipse-Plugins für CVS, GIT und SVN verfügbar.
Praktisch hierbei ist auch, dass sich Projekte direkt per Auschecken aus einem Repository anlegen lassen.

Code-Formatierung

Quasi per Knopfdruck lässt sich der Quellcode in Form bringen.
Die Einstellungen lassen sich, wie bereits angesprochen, sogar für jedes Projekt separat machen.
Bei der automatischen Formatierung wird der gesamte Code gescannt und neu formatiert.

Eclipse verfügt aber auch über aktive Formatierungs-Features.
Zum Beispiel über automatisches Einrücken und das automatische setzen von Klammern.

Eine gute Fee im Ohr

Nach stundenlangen Programmierarbeiten ist man schon mal ziemlich zerstreut und da kommt die Autokompletierungs-Funktion in Eclipse gerade recht.

Kaum ein paar Buchstaben eingegeben bekommt man schon unter der Eingabe eine kleine Box mit passenden Kompletierungs-Vorschlägen angezeigt.

Dabei bedient sich Eclipse nicht nur dem PHP-Manual sondern auch dem Code des Projekts unter dem sogenannten „Build-Path“ der sich manuell einstellen lässt.

Funktions-, Klassen- und Variablen-Namen sind so recht schnell zusammen getippt und man darf die Konzentration weiter auf das Wichtige halten.


Abbildung: Autocomplete

Alles im Blickbereich

Wie schon erwähnt sollte auch ein gute Handwerker alles was er oft braucht in Griff- und Blick-Weite haben.
Und so ist das ja auch bei uns Software-Entwicklern. Zumindest würden wir es unnötig schwer machen, wenn wir darauf nicht Wert legen würden.

Eclipse kommt uns hier sehr entgegen. In den Seiten- und Fuß-Bereichen der IDE gibt es eine Menge Möglichkeiten sogenannten Views anzuzeigen.
Die Palette reicht von Fehler-Konsolen, über Vorschau-Browser, bis hin zur Outline und den bereits erwähnten Views. Die Taskliste und der Projekt-Explorer.

Die Outline ist jedoch wohl eine der wichtigsten Views. Denn sie schaft eine Übersicht in der gerade geöffneten Quellcode-Datei.
Sie ist in etwa da was in andern Editoren eventuell „Procedure-Browser“ oder „Function-Explorer“ heißt.
Sie listet Funktionen, Variablen, Konstanten, Klassen und deren Member hierarchisch auf.
Ein Klick auf ein Element dieser Liste Navigiert den Cursor im Editor-Fenster an die entsprechende Stelle im Code.


Abbildung: Outline

Neben dieser Outline gibt es auch noch die Project-Outline.
Jene zeigt eine Übersicht über alle Klassen, Konstanten und Funktionen unterhalb des Build-Pathes (Standard gemäß das gesamte Projekt).

Das ist sehr praktisch bei grösseren Projekten in welchen Klassen untereinander Relationen haben und globale Konstanten an verschiedenen Stellen deklariert werden.


Abbildung: Projekt-Outline

Zum Schluß noch

Wenn Sie diese Zeilen lesen, haben Sie den Artikel möglicherweise durchgelesen, wodurch ich mich sehr geehrt fühle.
Ich hoffe sehr, dem einen oder anderen Programmierer den Mund etwas wässrig gemacht zu haben und hoffe dass dieser Artikel für Sie interessant war.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Grüße aus Darmstadt
Marc Sven Kleinböhl

Vielen Dank für die Erläuterungen. Mein Mund ist wässrig und ich glaube ich werde mir den Spaß installieren :)

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